Mutant Girls Squad

Saftige Splatterkost über Menschen und Mutanten mit satirischem Unterton.

Mutant Girls Squad (Japan / 2010)
von Noboru Iguchi, Yoshihiro Nishimura, Tak Sakaguchi
mit Yumi Sugimoto, Yuko Takayama, Suzuka Morita, Naoto Takenaka... mehr Filmdaten
3/4 Bewertung

In diesem Blutrausch geben sich drei japanische Regisseure die Ehre: Noboru Iguchi („The Machine Girl“), Yoshihiro Nishimura („Tokyo Gore Police“) und Tak Sakaguchi („Samurai Zombie“). Jeder inszeniert einen Teil des Films. Das geht optisch zwar ziemlich auseinander, ergibt unterm Strich trotzdem einen sehenswerten Streifen.

Die Geschichte

Rin mit Eisenfaust

Rin mit Eisenfaust

Als Rin 16 Jahre alt wird, erfährt sie das Geheimnis ihres Lebens: Sie ist ein Mutant. Unter extremer Spannung wird ihre Hand zur Killerkralle. Kaum hat sie das erfahren, töten staatliche Truppen ihre Eltern. Rin flieht, metzelt sich durch Menschenmassen und findet Zuflucht bei den Hilkos, einer Mutantenvereinigung. Anführer ist der tuckige Kisaragi, ein Mann voller Hass.

Er will die Hilkos in den Kampf gegen die Menschheit führen. Dabei schreckt er auch vor Hinterlist nicht zurück.

Rin bemerkt, dass das so nichts werden kann. Sie will Frieden zwischen Menschen und Mutanten vermitteln. Ist aber nicht ganz einfach.

Filmkritik „Mutant Girls Squad“

Heiße Babes, kurze Röckchen, flotte Action, anatomische Absurditäten und hektoliterweise Blut – „Mutant Girls Squad“ ist ein typischer Vertreter des neuen japanischen Splatter-Genres. Hier reiht sich eine Geschmacklosigkeit an die andere. Das ist hemmungslos, äußerst lustvoll und vollkommen abgefahren. Wir sagen an dieser Stelle nur: Mutationsdrüsen aus Brustwarzen und Kettensäge aus dem Hintern.

Rin liefert Backenfutter für den gelben Sack

Rin liefert Backenfutter für den gelben Sack

Das Ganze ist durchsetzt mit höchst originellen Massakern und besprenkelt von der stets eingeschalteten Blutfontäne. Das mag mancher krank finden, wir nicht.

Auch bei der Story sind wir wohlwollend und erkennen eine rabiate Satire auf Intoleranz und Rassismus. Gerade die Szenen in der Schule übersteigern das, was Sonderlingen heutzutage blüht, wenn sie sich nicht dem allgemeinen Standard anpassen.

Punktabzug gibt es nur für einige Szenen, in denen die Macher allzu dick auftragen, vor allem im Finale.

In einem Cameo-Auftritt stirbt übrigens „Machine Girl“ Asami einen schnellen aber ausgefallenen Tod. Im Interview erzählte sie uns jüngst, was sie von solchen Filmen hält.

Die Versionen

Wir sind seit dem Horrorkongress in Bottrop im Besitz der limitierten Sammelbox vom Label "8 Films". Sie enthält eine Bluray und eine DVD mit dem Film sowie eine Bonus-DVD. Der Film ist uncut und läuft 92 Minuten, darf aber nur in Österreich und Schweiz vertrieben werden. In Deutschland ist das Stück um 13 Minuten geschnitten und von der FSK ab 18 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Near-Dark.de

Alles sprudelt, alles fetzt – Japan-Schocker fernab jeden guten Geschmacks.

Trailer zum Film "Mutant Girls Squad"

Alle Filmdaten

Mutant Girls Squad

Mutant Girls Squad

Bewertung Bei Amazon kaufen
Titel:
Mutant Girls Squad
Originaltitel:
Sentô shôjo: Chi no tekkamen densetsu
Altersfreigabe:
FSK ab 18 Jahren (geschnitten)
Laufzeit:
92 Minuten (uncut)
Produktionsjahr:
2010
Produktionsland:
Japan
Regie:
Noboru Iguchi, Yoshihiro Nishimura, Tak Sakaguchi
Drehbuch:
Jun Tsugita
Produzent:
Yoshinori Chiba, Toshiki Kimura, Gen Satō
Musik:
Takashi Nakagawa
Darsteller:
Yumi Sugimoto, Yuko Takayama, Suzuka Morita, Naoto Takenaka
DVD-Produktion:
8 Films / WVG Medien

Fotos: WVG Medien

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