„Somos lo que hay“ ist spanisch und heißt „Wir sind was wir sind“. Das Debüt von Jorge Michel Grau lief zum ersten Mal 2010 in Cannes und beim Fantasy Filmfest. Es erzählt die Geschichte einer Familie, die Menschenfleisch zum Überleben braucht.
Die Geschichte

Alfredo und Julián auf dem Weg nach Hause
Alfredo und Julián ahnen noch nichts. Sie haben einen kleinen Stand auf dem Markt und verkaufen reparierte Uhren. Als einer der Brüder anfängt, sich mit einem Kunden zu prügeln, werden sie vom Platz verwiesen.
Zuhause erfahren sie vom Tod des Vaters. Mutter und Tochter sind verzweifelt. Zorn und Wut machen sich breit. Wer wird jetzt die Familie ernähren? Wie wird es weiter gehen? Alfredo, der Älteste der drei Geschwister, bekommt Angst zu versagen. Denn er soll jetzt für alles verantwortlich sein. Ganz oben auf der Liste steht Frischfleisch.
Filmkritik „Wir sind was wir sind“

Autsch, das hat sicher weh getan
Wie der angenagte Finger im Magen, ist „Wir sind was wir sind“ keine leichte Kost. Regisseur Jorge Michel Grau hat ein beachtliches Erstlingswerk geschaffen und viele Details eingebaut. Heraus gekommen ist eine Story mit Überraschungen, direkter Gesellschaftskritik, einer Portion Action und einem markerschütternden Soundtrack.
Das alles lässt den Film optisch und inhaltlich punkten. Allerdings in eine andere Richtung als vermutet, denn ein typischer Horrorfilm ist er damit nicht geworden. Vielmehr dreht sich alles um die Sorgen und Probleme einer Kannibalen-Familie. Auf richtige Ekel-Szenen wird weitgehend verzichtet. Auch Splatter-Einstellungen fehlen. Der Horror kommt mit dem gezeigten Lebensumfeld zum Ausdruck. Die vier Familienmitglieder leben in einer grausam kalten Welt. Kein Geld, keine Skrupel, keine Zukunft – in Mexico-City ist sich jeder selbst der Nächste. Die einzige Konstante - Vater und Ernährer – gibt es nun nicht mehr. Ein Kampf ums Überleben beginnt. Und das wird auf dramatische Art und Weise gezeigt.
Die Versionen
Das mexikanische Horror-Drama hat laut FSK eine „beachtliche Auswirkung auf Jugendliche“ und erhält damit das FSK-18-Siegel.
Das Urteil von Near-Dark.de
Empfehlenswert für Horrorfans die gerne etwas anderes ausprobieren wollen.
Die Filmkritik zu "Wir sind was wir sind" wurde am
4. Januar 2012 von
Ash Williams verfasst. Er hat den Film mit
3 von 4 Sternen bewertet.
Trailer zum Film "Wir sind was wir sind"
Fotos: Alamode Film












