Das Beste an diesem Horrorthriller ist eindeutig die Schlusspointe. Bis dahin gibt es eine gruselige Story, Geräusche und Kamera – aber leider auch Dialoge.
Die Geschichte
Schöner Mist. In ein paar Tagen schreibt Psychologiestudentin Alice eine wichtige Arbeit. Doch weil ihr Mitbewohner Jock eine allzu fette Party schmeißt, landet die Fünfer-WG mit Anlauf auf der Straße. Eine neue Bude muss her.

Alice gründelt in ziemlich miefigen Winkeln
Da kommt das geheimnisvolle, ehemalige Internat gerade richtig. Es steht leer und wird nicht allzu streng bewacht. Die Fünf quartieren sich ein. Natürlich nachts, wenn es besonders düster und unheimlich ist.
Aus einer Rückblende erfahren wir, dass vor Jahren eine Gruppe Studenten dort bei einer Séance einen Geist beschwören wollte. Einer von ihnen unterbrach die Nummer und verließ die Runde. Am nächsten Tag waren seine Mitschüler tot. Scheinbar Selbstmord.
So ein Zufall: Auch Alice’ Vater nahm sich vor einigen Jahren das Leben. Seitdem erforscht sie intensiv die Psychogramme selbstmordgefährdeter Menschen. Jetzt erkundet sie das Haus, während ihre Freunde ausgerechnet auf die Idee kommen, einen Dämon zu beschwören.
Dann gibt es Tote.

Jazz hat Platzangst
Schöner Mist.
Filmkritik „The Devil’s Curse“
Hui-Buh, dieses Gruselhaus soll uns also das Fürchten lehren.
Und sollen wir euch was verraten? Das klappt durchaus. „Credo“, wie der Film eigentlich heißen sollte und im Vorspann auch noch heißt, ist trotz offensichtlich niedrigen Budgets ein ansehnliches Schauerstück geworden. Vor allem bestechen die optisch sehr sorgfältig gestalteten Szenen und der Ton. Zufall oder Absicht? – die sparsame Beleuchtung sorgt für ein nahezu bösartiges Spiel von Licht und Schatten. Dazu passt die ebenso bedrückende Geräuschkulisse, die die Wirkung noch hebelt.
Den Drehbuchautoren muss dagegen der Teufel geritten haben. Zwar ist die Schlussüberraschung so cool, gemein und clever, dass sie mit Leichtigkeit das gesamte Stück auf den Kopf stellt. Dialoge und Verhalten der Protagonisten sind dagegen mitunter so unlogisch und hohl geraten, dass sich jeder Dämon entweder totlacht oder freiwillig zurück in die ewige Finsternis verzieht.

Vorsicht! Jock hat's gleich im Kreuz
Die Darstellerriege um die horrorerfahrene Alice-Mimin MyAnna Buring („The Descent“) kommt deshalb nur selten natürlich und lebensecht rüber. Doch sie spielt tapfer und macht das Beste draus.
Aber auch wir leiden unter den Schwächen und betrachten den Film deshalb doch nur als leicht überdurchschnittlichen Horrorhappen für zwischendurch.
Die Versionen
Auf dem DVD-Cover prangt ein FSK-18-Siegel. Doch „The Devil’s Curse“ protzt nun wirklich nicht mit heftigen Blut-Einlagen. Auch der psychische Härtegrad ist auszuhalten. Deshalb ergibt der Eintrag in der Online-FSK-Datenbank schon mehr Sinn. Dort steht nämlich, dass der Film ab 16 Jahren freigegeben ist.
Das Urteil von Near-Dark.de
Atmosphärischer Spuk mit tollem Schluss aber gruseligen Logiklöchern.
Die Filmkritik zu "The Devil’s Curse – Credo" wurde am
29. November 2011 von
Martin Riggs verfasst. Er hat den Film mit
2 von 4 Sternen bewertet.
Trailer zum Film "The Devil’s Curse – Credo"
Fotos: KNM Media













Also das Ende ist mal wirklich überraschend und ausgesprochen gelungen, macht den Film echt sehenswert. Aber bis dahin durchzuhalten ist eine echte Herausforderung, so dümmlich und klischeehaft ist das Ganze. War mehrfach kurz davor auszuschalten, aber durch das Ende hat es sich doch gelohnt, die 95 Prozent davor durchzustehen^^.