Julia’s Eyes

Horrorthriller über Frau mit Augenproblem. Aus Spanien.

Julia's Eyes (Spanien / 2010)
von Guillem Morales
mit Belén Rueda, Lluís Homar, Julia Gutiérrez Caba... mehr Filmdaten
2/4 Bewertung

Spaniens Regie-Star Guillermo del Toro („Pan‘s Labyrinth“) hat diesen Genrebeitrag mitproduziert. Regisseur Guillem Morals liefert auch ein ordentliches Stück Spannung ab – aber nur bis zur ärgerlichen Wende.

Die Geschichte:

Richtig verbunden: Julia hat eine schwere Operation hinter sich

Richtig verbunden: Julia hat eine schwere Operation hinter sich

Das Lied „The Look of Love” von Dusty Springfield macht Julia misstrauisch. Es lief im CD-Player ihrer Schwester Sara, als die sich im Keller erhängte. Sara hatte dieses Stück gehasst. Es musste also jemand anders eingelegt haben – Saras Mörder zum Beispiel.

Die Polizei sieht das anders: Sara hatte Depressionen, weil ihre Augenoperation schiefgegangen war und sie noch immer nicht sehen konnte.

Gegen den Willen ihres Mannes Isaac beginnt Julia nachzuforschen. Sie findet heraus, dass Sara einen Freund hatte. Doch nirgendwo findet sie eine Spur, ein Foto, einen Namen von ihm.

Ein Mann warnt sie vor Typen, die im Schatten wohnen, die fast unsichtbar sind. Und tatsächlich fühlt sich Julia immer wieder beobachtet. Ein Schatten taucht aus dem Nichts auf, doch sie kann ihn nicht packen.

Leine ziehen als Orientierungshilfe

Julia zieht Leine als Orientierungshilfe

Und dann macht ihr ihr Augenarzt auch noch klar, dass sie in ein paar Wochen blind sein wird. Vielleicht auch schon in ein paar Tagen.

Filmkritik „Julia’s Eyes“

Der Film beginnt stark. Die blinden Frauen, eine kräftige Portion Übernatürliches und hinterhältige Schatten- und Beleuchtungsspiele erzeugen eine Mischung mit enorm hohem Gruselfaktor. Gewitzt lässt Regisseur Morals seine schwersichtige Heldin gemeinsam mit uns im Dunkeln tappen. Hier dürften nur die ganz Abgezockten ohne gepflegte Gänsehaut durchkommen.

Doch dann die Enttäuschung. Kurz nach der Hälfte schlägt die Stimmung um und macht das Werk zu einem leider allzu konventionellen Slasher-Stückchen. Die Spannung lässt deutlich nach. Und irgendwann nervt auch die Heldin, indem sie immer wieder halb- oder ganz blind – wegen Augenbinde nach Operation – völlig unmotiviert aber hysterisch durch Flur und Hof tappert.

Wo ist das rettende Messer? Julia hat was am Hals

Wo ist das rettende Messer? Julia hat was am Hals

Die Story selbst ist durchaus clever angelegt und mit einigen Wendungen versehen. Nur sehr geübte Thriller-Gucker könnten hier etwas unterfordert sein. So traktierte mich die beste Partnerin von allen beim Filmgenuss nicht selten mit dem Ausspruch: „War ja zu erwarten.“

Für weniger Erfahrene ist „Julia’s Eyes“ dagegen ein durchaus sehenswerter und spannender Knisterstreifen.

Die Versionen

Dank einiger weniger Unappetitlichkeiten hat die FSK den Film ab 16 Jahren freigegeben. Er läuft etwa 112 Minuten.

Das Urteil von Near-Dark.de

Solider Thriller, der aber am Ende nicht ganz hält, was er zu Beginn verspricht.

Trailer zum Film "Julia’s Eyes"

Alle Filmdaten

Julia's Eyes

Julia's Eyes

Bewertung Bei Amazon kaufen
Titel:
Julia's Eyes
Originaltitel:
Los ojos de Julia
Altersfreigabe:
FSK ab 16 Jahren
Laufzeit:
112 Minuten
Produktionsjahr:
2010
Produktionsland:
Spanien
Regie:
Guillem Morales
Drehbuch:
Guillem Morales, Oriol Paulo
Produzent:
Joaquín Padró, Guillermo del Toro, Mar Targarona
Musik:
Fernando Velázquez
Darsteller:
Belén Rueda, Lluís Homar, Julia Gutiérrez Caba
DVD-Produktion:
Kinowelt/Studiocanal

Fotos: Kinowelt/Studiocanal

Ähnliche Beiträge

Zum Artikel "Julia’s Eyes" gibt es diese verwandte Themen: , , ,

Kommentare sind geschlossen.