Final Destination 5

Viertes Sequel der berüchtigten Todesparade. Alles wie gehabt, auch diesmal in 3D.

Final Destination 5 (USA / 2011)
von Steven Quale
mit Nicholas d’Agosto, Emma Bell, Miles Fisher, Arlen Escarpeta, David Koechner, T... mehr Filmdaten
3/4 Bewertung

Auch in Teil 5 der lukrativen „Final Destination“-Reihe hat einer eine Ahnung, alle anderen dafür nicht. Und am Ende sind alle tot. Mit ordentlich Schmackes.

Die Geschichte

Das praktische an dieser Serie ist, dass sich die Produzenten einen echten Drehbuchautoren sparen können. Sie tauschen lediglich die Katastrophe zu Beginn und ein paar Todesorte aus. Und schon kann das fröhliche Sterben losgehen.

Nathan, Sam, Isaac und Molly sind dem Tod entkommen - zunächst

Nathan, Sam, Isaac und Molly sind dem Tod entkommen - zunächst

So auch hier. Sam ist Angestellter in einer Papierfabrik. Eines Tages geht es mit den Kollegen im Bus auf eine Klausurtagung. Unter ihnen sein schmieriger Vorgesetzter, die Exfreundin, die ihn gerade verlassen hat, ein pummeliger Möchtegernaufreißer, die heiße Rock-Göre und der Quoten-Neger – Brigadeführer in der Fertigung.

Auf einer riesigen Hängebrücke kommt es zur Katastrophe. Das Pflaster reißt auf, die Brücke bricht. Die Papiermenschen fliehen aus dem Bus, können sich aber nicht mehr retten. Er kracht in den Fluss. Viele Menschen sterben hässliche Tode.

Da erwacht Sam und merkt, dass alles nur eine Vision war. Doch die wird nun wahr. Er flieht aus dem Bus und bringt die oben genannten Kollegen dazu, ihm zu folgen. Insgesamt acht Leute entkommen dem Inferno.

Doch der Tod ist genau so stinkig wie in Teil 1 bis 4 und holt das Versäumte nach. Die Entkömmlinge erleiden ziemlich abgefahrene aber äußerst tödliche Unfälle.

Filmkritik „Final Destination 5“

Teddy hilf! Olivias Augenlasern geht ins Auge

Teddy hilf! Olivias Augenlasern geht ins Auge

Der fünfte Final-Film ist ein typischer McDonalds-Film: Man weiß vorher, was man kriegt, es ist ganz okay und nur für stabile Mägen geeignet. Und am Ende ist man zwar nicht glücklich, aber auch nicht wirklich verärgert.

Tatsächlich glänzt auch dieser Teil nicht gerade mit Originalität. Die Story funktioniert wie in den vier Teilen zuvor. Den besonderen dramaturgischen Kniff suchen wir vergeblich. Die Charaktere sind austauschbar wie die Sitze eines Firmenbusses. Okay, immerhin läuft der Showdown anders als in den anderen Teilen. Dafür wirkt die Schluss-Pointe umso bemühter und zu weit hergeholt.

Dass wir trotzdem nicht einschlafen, liegt an der gewaltig gefilmten Katastrophe zu Beginn und den anschließenden Todesszenen. Sie triefen wieder von herrlicher Kaltschnäuzigkeit. „Na, wie geht er denn gleich drauf?“, lässt uns Regiedebütant Steven Quale oft und dann auch lange fragen. Er blufft gut und bietet stets mehrere Varianten zum Dahinscheiden an. Das ist kurzweilig und mitunter überraschend. Witzig ist es in jedem Fall, ebenso wie einige gelungene, flapsige Dialoge. Der Film nimmt sich selbst nicht allzu ernst, und das ist gut so.

Passt nicht, wackelt und reißt auf. Molly staunt über amerikanische Baukunst

Passt nicht, wackelt, und reißt auf. Molly staunt über amerikanische Baukunst

Der Härtegrad bewegt sich etwa auf dem Niveau von Teil 3 und 4 – enorm hoch. Wir bestaunen jede Menge Matsche, Gekröse und gesplitterte Knochen. Definitiv ein Fest für den Splatterfreund.

Und zu guter Letzt schaut auch der tolle Tony „Candyman“ Todd wieder vorbei, um als Bestatter William Bludworth die Leichen einzusammeln. Ihn bei seinem lässigen und ironischen Spiel zu beobachten, ist immer wieder ein Genuss.

Die Versionen

Die FSK hat den Film ab 18 Jahren freigegeben. Zensurschnitte konnten wir bei der Pressevorführung nicht feststellen.

Das Urteil von Near-Dark.de

Solide Splatterkost mit giftigem Witz – ganz wie die anderen vier Teile auch.

Nicht ganz ernst gemeint: Falls den Produzenten die Ideen ausgehen sollten, hier unsere Vorschläge für "Final Destination 6 bis 10"

Trailer zum Film "Final Destination 5"

Alle Filmdaten

Titel:
Final Destination 5
Originaltitel:
Final Destination 5
Altersfreigabe:
FSK ab 18 Jahren
Laufzeit:
92 Minuten
Produktionsjahr:
2011
Produktionsland:
USA
Regie:
Steven Quale
Drehbuch:
Eric Heisserer
Produzent:
Craig Perry
Musik:
Brian Tyler
Darsteller:
Nicholas d’Agosto, Emma Bell, Miles Fisher, Arlen Escarpeta, David Koechner, Tony Todd
DVD-Produktion:
Warner Bros. Home Entertainment

Fotos: Warner Bros. Pictures

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Ein Kommentar zu “Final Destination 5”

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