
Unter Splatter- und Horrorfreunden dürfte dieser Vampir-Knaller von Robert Rodriguez mit George Clooney längst zu den Klassikern gehören. Und das absolut zu Recht.

Richy (Quentin Tarantino, li.) und Seth (George Clooney) haben ein paar Fragen
Es ist heiß in Texas. Ein verdammter, heißer, staubiger Tag. Und seit die kriminellen Brüder Seth und Richard Gecko (George Clooney und Quentin Tarantino) mordend durchs Land toben, ist es in Texas noch heißer geworden. Sie haben eine Bank geknackt und dabei mehrere Menschen erschossen. Seth ist intelligent aber neigt zum Jähzorn. Richard ist pervers, brutal und auch sonst nicht ganz richtig im Oberstübchen. Ihr Ziel heißt Mexiko. Dort wähnen sie sich in Sicherheit. Und wenn alle cool bleiben, wird das auch klappen, meint zumindest Seth Gecko.
Unterwegs nehmen sie einen Geistlichen (Harvey Keitel) sowie dessen Tochter (Juliette Lewis) und Adoptivsohn (Ernest Liu) als Geiseln.
Sie erreichen Mexiko und kehren in einer Bar mit dem klingenden Namen „Titty Twister“ ein. Ein Schuppen, der von abends (dusk) bis morgens (dawn) geöffnet hat. Als sie merken, dass Gäste und Betreiber nicht nur aus Gläsern sondern auch gern aus Halsschlagadern trinken, ist es bereits zu spät. Das Schlachtfest kann beginnen, und es dauert bis zum Morgen.

Kate wehrt sich ihrer Haut
„From dusk till dawn“ besteht im Grunde aus zwei Teilen. Der erste ist ein Roadmovie, das die Reise der Gecko-Brüder erzählt. Teil 2 beginnt im Titty Twister und ist ein astreiner Vampir-Splatter-Spaß: blutig, deftig, cool, ironisch ... und einfach gut.
Dafür fährt Robert Rodriguez sein Stammpersonal auf, das er schon in „Desperado“ dabei hatte: Salma Hayek tanzt den berühmten Schlangentanz, der zumindest die männlichen Zuschauer meistens noch einmal zurückspulen lässt. Tito Larriva und seine Band Tarantula spielen dazu hitzeflirrende Musik. Rodriguez’ Cousin Danny Trejo ist Barkeeper. Cheech Marin ist in einer Rolle Einlasser des Titty Twister und begutachtet in der zweiten Rolle am nächsten Morgen die Reste des Gemetzels. Und Spezial-Effekte-Gott Tom Savini mimt den lustigen Rocker Sex Machine.
Neu im Ensemble ist George Clooney, der damals noch am Anfang seines Ruhms stand (und dunkle Haare hatte). Doch er zeigt auch hier bereits eine erstaunliche Leinwandpräsenz und schafft das Kunststück, auch als Arschloch noch Sympathien einzufangen.
Gekoppelt mit jeder Menge cooler Dialoge, enthaupteter Gäste und gepfählter Vampire schuf Rodriguez einen der besten Vampirfilme überhaupt.
Am besten ist „From dusk till dawn“ in der Uncut- aber dafür indizierten Fassung, die 104 Minuten läuft. Jetzt hat Studiocanal diese Fassung neu veröffentlicht und gleichzeitig eine um zwei Minuten geschnittene FSK-18-Version herausgebracht.
Saftiger Vampir-Splatter-Horror mit Tarantino-Dialogen und heftigen Effekten.
Fotos: Studiocanal

[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Horrorfilme Reviews erwähnt. Horrorfilme Reviews sagte: From dusk till dawn unter http://www.near-dark.de/2010/03/26/from-dusk-till-dawn/ [...]